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30. Juli 2026

Follow-up nach der Projektbewerbung: Nachfassen, ohne zu nerven

FreelanceProjektakquiseFollow-upBewerbung

Du hast dich auf ein Projekt beworben, das wirklich gut passt. Dann: Stille. Drei Tage, fünf Tage, eine Woche. Und die Frage, die sich jeder stellt: Nachfassen oder abwarten?

Nachfassen. Fast immer. Aber richtig.

Warum Stille selten eine Absage ist

Auf der anderen Seite deiner Bewerbung sitzt jemand, für den dein Projekt eines von vielen ist. Vermittler jonglieren Dutzende Ausschreibungen parallel, Endkunden schieben die Besetzung zwischen zwei Meetings. Bewerbungen bleiben liegen, weil der Kunde den Starttermin verschoben hat, weil der Entscheider im Urlaub ist, weil die Shortlist noch beim Fachbereich liegt.

Ein Follow-up ist deshalb keine Bettelei. Es ist ein Service: Du holst deine Bewerbung von Position zwölf im Posteingang zurück nach oben.

Der richtige Zeitpunkt

Nach drei bis fünf Werktagen ist ein erstes Nachfassen angemessen, bei Plattform-Bewerbungen eher früher, weil dort schneller entschieden wird. Bei Vermittlern gern schon nach zwei, drei Tagen, denn wenn der Vermittler dein Profil noch nicht an den Kunden gereicht hat, ist jetzt der Moment, in dem du es noch beeinflussen kannst.

Ein zweites Follow-up nach einer weiteren Woche ist in Ordnung. Danach ist Schluss. Wer dreimal nachgefasst hat und keine Antwort bekommt, hat seine Antwort.

Wie du formulierst

Kurz, konkret, mit einem Anlass. Drei Muster, die funktionieren:

Der Standard:

"Ich wollte kurz nachhören, wie der Stand bei der Besetzung des [Projekt]-Themas ist. Ich bin weiterhin verfügbar und interessiert."

Mit neuem Informationswert (stärker):

"Kurze Ergänzung zu meiner Bewerbung: Das Kundenprojekt, das ich erwähnt hatte, ist seit letzter Woche live, falls Referenzen für Sie relevant sind. Wie ist der Stand auf Ihrer Seite?"

Mit Deadline, wenn sie echt ist:

"Ich habe für den Zeitraum eine zweite Anfrage auf dem Tisch und würde Ihrem Projekt gern den Vorzug geben. Können Sie mir sagen, bis wann eine Entscheidung fällt?"

Der dritte funktioniert nur, wenn er stimmt. Erfundener Zeitdruck fliegt auf und passt nicht zu dem Vertrauensverhältnis, von dem du als Freelancer lebst.

Was du im Follow-up lässt

Keine Vorwürfe ("leider habe ich nichts gehört"), keine Romane, keine erneute Zusammenfassung deines Lebenslaufs. Und kein Drama, wenn eine Absage kommt: Ein freundliches "Danke für die Rückmeldung, gern beim nächsten Projekt" hat schon oft dafür gesorgt, dass genau dieser Vermittler zwei Monate später mit etwas Besserem anruft.

Das Follow-up beginnt bei der Bewerbung

Ein unbequemer Zusammenhang zum Schluss: Follow-ups retten selten eine Bewerbung, die im ersten Durchgang nicht überzeugt hat. Sie helfen den Bewerbungen, die gut waren und untergegangen sind. Die Reihenfolge bleibt also: erst eine Bewerbung, die auf die Ausschreibung zugeschnitten ist, dann das Nachfassen.

Für den ersten Teil gibt es PitchFuchs: zugeschnittener Lebenslauf und Anschreiben pro Projekt, in Minuten statt Stunden. Das Nachfassen übernimmst du, mit deutlich besseren Karten.

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